Giftpflanzen für Alpakas

Giftpflanzen – Risiken für Neuweltkameliden

Giftpflanzen – Risiken für Neuweltkameliden

Text Barbara Teichmann
Foto Stephanie Traub

Giftpflanzen werden häufig erst dann zum Thema, wenn bereits etwas passiert ist. Dabei lassen sich viele Risiken mit etwas Aufmerksamkeit und dem richtigen Wissen vermeiden. Welche Pflanzen für Neuweltkameliden problematisch sind und worauf Halter besonders achten sollten, zeigt dieser Überblick.

Das Frühjahr und der Sommer sind Zeiten in denen Pflanzen, Bäume und Sträucher besonders üppig wachsen. Jetzt ist Vorsicht geboten, denn viele Wild- und Kulturpflanzen enthalten toxische Substanzen, die bei deren Aufnahme zu Vergiftungen führen können. Für Halter von Neuweltkameliden ist es wichtig, die häufigsten Giftpflanzen zu kennen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Ein bewusster Umgang mit der Weidegestaltung und das Wissen um typische Giftpflanzen sind entscheidend, um die Gesundheit der Tiere zu schützen und Vergiftungen vorzubeugen.

Typische Giftpflanzen in der Weidezeit…

Warum sind Neuweltkameliden betroffen?
Neuweltkameliden sind Pflanzenfresser mit einem empfindlichen Verdauungssystem. Neugierde oder Futtermangel können dazu führen, dass sie giftige Pflanzen oder giftige Bestandteile von Bäumen und Sträuchern aufnehmen. Gerade junge oder frisch gefällte Äste können attraktiv wirken.

Die Symptome einer Vergiftung variieren je nach Pflanze und Menge, reichen aber von Magen-Darm-Beschwerden über Koordinationsstörungen bis hin zu schweren Organversagen.

Prävention und Schutzmaßnahmen…

Alpaca cria, its scientific name is Vicugna pacos

Ernährung für tragende Alpakastuten

FÜTTERUNG

Ernährung für tragende Alpakastuten

text: DR. THIJS FLAHOU DVM | Übersetzung:  KARIN ROSSMANN

Diese Unterschiede innerhalb einer Art beruhen auf Umweltfaktoren, wie dem Klima (z.B. extreme Kälte), Höhenlage, Bewegungsraum etc., aber mehr noch auf dem physiologischen Stadium des einzelnen Tieres oder der einzelnen Tiergruppe, z.B. Wachstum, Trächtigkeit und Laktation. In dem vorliegenden Artikel erläutern wir die Ernährungsstrategien, die einen positiven Einfluss auf die aufeinanderfolgenden Phasen des Fortpflanzungszykluses nehmen können. Diese Phasen sind nacheinander: Befruchtung, Trächtigkeit, Geburt eines gesunden Fohlens und die Vorbereitungsphase für eine produktive Laktation. Die besonderen Nährstoffansprüche, die sich je nach dem physiologischen Zustand des Tieres am stärksten ändern, sind die für Rohprotein und Energie. Während des Fortpflanzungszykluses muss man jedoch auch angemessene Aufmerksamkeit auf Mineralstoffe und Vitamine legen. Die angegebenen Prozentsätze sind immer im Verhältnis zur Gesamttrockenmasse des Futters zu verstehen. Dies bedeutet, dass wir den Wassergehalt des Futters nicht berücksichtigen.

Zur Gesunderhaltung der Population der Vormagen-Bakterien sollten mindestens 70 % der Gesamtration eines Alpakas aus Raufutter bestehen. Bis zu 30 % können aus einem Konzentrat bzw. einer Mineral- oder Vitamin-Ergänzung bestehen. Zur Vermeidung eines Mineral- oder Vitaminmangels wird allen Tieren täglich, zusätzlich zum Raufutter, eine bestimmte Menge an Mineral- und Vitamin-Ergänzung verabreicht. Die Qualität des Raufutters und der individuelle Bedarf des jeweiligen Tieres bestimmen, ob der Ration ein Konzentrat zugegeben werden muss oder nicht. Konzentrat ist ein Futtermittel, das zusätzliches Rohprotein bzw. Energie liefert. Bei der Fütterung von Kameliden sowie von Wiederkäuern reden wir immer über Rohprotein. Dieser Wert steht in einem Zusammenhang mit der Menge an Stickstoff im Ernährungsregime. Die Mikroflora des Vormagens benötigt Stickstoff für ihre Vermehrung.

… weiter lesen können Sie in der ALLESPAKA Ausgabe #31