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Zoonosen in der Haltung der Alpakas

Gesundheit

Zoonosen in der Haltung der Alpakas

Text: Dr. med. Angelika Freitag – Foto: Chatree.jyy – Freepik.com

Als Zoonosen werden Krankheiten bezeichnet, die von Tier zu Mensch und Mensch zu Tier übertragen werden können. Von diesen sind viele seit Jahrhunderten in unserer Umgebung bekannt und einige mehr oder weniger stark bzw. gefährlich in ihren Auswirkungen. Covid-19 gehört zu den neuesten, wahrscheinlich in Fledermäusen entstanden.

Als Erreger kommen Prionen (BSE), Viren (Hanta-Virus, Borna-Virus, West-Nil-Fieber, Tularämie u.a.), Bakterien (Tuberkulose, Paratuberkulose, Salmonellen, Staphylokokken u.a.), Pilze (Candida, Mycosporidien u.a.), Protozoen (Giardien, Leishmaniose u.a.), Würmer, Milben (Räude u.a.) und viele andere in Frage. Die Aufzählung zeigt, dass es sich um ein sehr weitreichendes Thema handelt, das natürlich an dieser Stelle nicht umfassend dargestellt werden kann.

Ich werde mich auf einige häufige, meist aber wenig gefährliche und einige der wirklich wichtigen, weil stark und teilweise sogar lebenslang Schädigende beschränken, die für uns Alpakahalter im Umgang mit unseren Tieren von Bedeutung sind.

Unter dieser Grundvoraussetzung können wir die Prionen und Viren im Umgang mit Alpakas bis auf einen (s.u.) vernachlässigen.

Dagegen gibt es eine große Anzahl an Bakterien, die sowohl bei Alpakas als auch Menschen bedeutsame Erkrankungen hervorrufen können. Dazu gehören natürlich an erster Stelle die klassischen Durchfallerreger wie Salmonellen, Campylobacter jejuni, Yersinien, E.coli, multiresistente Staphylokokken (MRSA). Aber auch die Listeriose ist ein häufig unterschätzter Umgebungskeim, der wie die Pseudomonas-Keime in der Landwirtschaft weit verbreitet ist und bei Menschen, vor allem mit geschädigtem Immunsystem, ernsthafte Erkrankungen auslösen kann.

Für unsere Amtstiermediziner:innen von besonderer Bedeutung sind Keime, die einen seuchenhaften Verlauf haben und deshalb zu strengen Einschränkungen bis hin zur Keulung des Bestandes führen können.

Im Folgenden beschreibe ich einige der häufigeren oder wichtigen Keime.

1. Milzbrand

Bacillus anthracis, der Milzbrand ist durch seine Nutzung im Krisenfall und bei Briefattentaten bekannt geworden. Da er viele Jahre im Boden überleben kann und von dort von Pflanzenfressern aufgenommen wird, ist er früher vor allem in der …

… weiter lesen können Sie in der ALLESPAKA Ausgabe #30

Alpakas-im-Schnee

Vitamin D

GESUNDHEIT

VITAMIN D

text  Ami Swran
Übersetzung  KARIN ROSSMANN

Ami Sawran, Westpoint Farm Vets, wirft einen Blick auf die Vitamin-D-Ergänzung. Lohnt sie sich? In welcher Form sollte sie verabreicht werden? Orale Paste, Injektion oder einfach einen Bogen drumherum machen?

Wenn die Tage kürzer werden und der Himmel langsam dunkler wird, blicken wir verstärkt auf unsere Pflegemaßnahmen für den Winter: Wir bestimmen den Body Score unserer Alpakas um sicherzustellen, dass sie ausreichend Fleisch auf den Rippen haben, um schlechtem Wetter zu widerstehen, wir lassen Kotproben untersuchen um herauszufinden, ob die Herde wurmbelastet aus dem Sommer auf Winterweiden geht, und wir setzen uns mit Vitamin-D-Ergänzung für die kommenden Monate auseinander.

Vitamin-D-Supplementierung ist ein wichtiges Thema bei Alpakahaltern und -züchtern, weshalb man schnell verwirrt vor den vielen unterschiedlichen und manchmal widersprüchlichen Aussagen steht, ob Ergänzungen überhaupt erforderlich sind, womit man ergänzen, und wie häufig dies erfolgen sollte. Wir alle haben unsere bevorzugten Methoden der Verabreichung von Vitamin D an unsere Tiere, und der vorliegende Artikel stellt…

 

… weiter lesen können Sie in der ALLESPAKA Ausgabe No. 29

Alpakas-liegen-im-Gras

Embryotransfer (ET)

Ab 1. Mai 2021 gilt bei einigen deutschsprachigen Organisationen der Beschluss bzgl. ET-Tieren (Seite 19). Die ALLESPAKA-Redaktion sieht hier Informationsbedarf und hat zum aktuellen Thema Embryotransfer in Europa bei einem Fachmann nachgefragt, um diese Thematik von einer anderen Seite zu beleuchten.