Zucht

Auf Tuchfühlung im Herkunftsland der Alpakas

Die Faszination „Alpaka“ hat uns an den Ursprung der mittlerweile globalen Alpakazucht geführt. Eine zweieinhalbwöchige Rundreise durch Peru, der Heimat der Alpakas und ihrer Verwandten, sowie der Besuch von Zuchtbetrieben hat unseren Horizont in vielerlei Hinsicht erweitert.

Text & Foto Madeleine Fortmann, Patrick Budde, Patrick Zetzmann

Gemeinsam mit rund zwei Dutzend Alpakazüchtern und -interessierten aus Deutschland, Schweden, Polen und den USA sind wir mit der amerikanischen Organisation „Quechua Benefit“, geführt u.a. von den weltberühmten Züchtern und Richtern Mike Safley und Amanda VandenBosch, durch die peruanischen Anden gereist. Peru ist wohl eines der faszinierendsten Länder der Erde überhaupt und hat vieles zu bieten, nicht nur für Alpakaliebhaber. Eine atemberaubende landschaftliche Architektur, die von Nord nach Süd in schnellen Schritten deutlich gebirgiger wird und rasant an Höhe zunimmt. Äußerst gastfreundliche Menschen, die gerade in der Andenregion das Alpaka zu einem zentralen Lebensbestandteil gemacht haben. Hier ist die Alpakazucht meist für ganze Familien die einzige Quelle von Arbeit, Einkommen und Nahrung. Darüber hinaus eine faszinierende Kultur, die geprägt ist von den heute noch sichtbaren Zeichen des Inkareiches, aber auch von der Eroberung der Spanier im 16. Jahrhundert.

Dank der großartigen Organisation und des umfangreichen Netzwerks von „Quechua Benefit“ machten wir eine Reise durch Orte fernab der touristisch überlaufenen Attraktionen und erlebten einmalige Momente und persönliche Highlights, von denen man noch ein ganzes Leben zehren wird. Später dazu mehr.

Quechua Benefit – Kindern eine Zukunft geben
Quechua Benefit ist eine im Jahr 1996 gegründete Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Familien von Alpakafarmern im Hochland Perus in den unterschiedlichen Lebensbereichen zu unterstützen. Die Motivation entstand nach einem Gespräch zwischen Mike Safley, der einer der Mitbegründer von Quechua Benefit ist, und dem weltweit anerkannten Alpakazüchter Don Julio Barreda (Accoyo), welcher Mike Safley fragte, ob die amerikanischen Alpakazüchter etwas unternehmen könnten, um den armen Kindern seiner Heimatstadt Macusani zu helfen. Quechua Benefit war geboren.

Seitdem reisen unter Führung von Quechua Benefit mehrmals jährlich Ärzte und Gruppen von Freiwilligen in die Andenregion, um den dort lebenden Menschen zu helfen. Was als reines medizinisches Hilfsprojekt begann, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem vollumfassenden Hilfsangebot für einen Teil der armen peruanischen Bevölkerung. Die Teilnehmer der Reise konnten sich vor Ort selbst ein Bild von der Arbeit von Quechua Benefit machen, als wir die Community von Casa Chapi besuchten, in welcher derzeit rund 70 Kinder leben. Neben den Wohnmöglichkeiten und schulischen Einrichtungen entstanden auf dem Areal u. a. eine Kirche sowie Freizeiteinrichtungen, beispielsweise ein moderner Fußballplatz, auf dem ein hart umkämpftes Spiel zwischen den Kindern von Casa Chapi und den anwesenden Reisenden aus aller Welt ausgetragen wurde.

Auf Tuchfühlung mit Land und Leuten im Herkunftsland der Alpakas
Unsere Reise begann mit einem ca. zwölfstündigen Flug von Europa nach Lima er Hauptstadt Perus, (ca. 160 m über N.N.). Diese erinnert, zumindest in Teilen, an europäische Großstädte, in denen eine Kathedrale und ein Hauptplatz einen zentralen Anlaufpunkt bilden. Nach jeweils einer Nacht und einem Tag Aufenthalt in Lima sowie nach Ankunft und Abflug, vertreten wir allerdings die klare Meinung, dass die Blüte Perus südlicher liegt. Nach nur etwa einer Stunde Flugzeit …

… weiter lesen können Sie in der ALLESPAKA Ausgabe No. 24

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